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Ambulante VVG und Alternativmedizin: was vergütet wird (Homöopathie, Akupunktur, Osteopathie)

Die KVG vergütet Alternativmedizin kaum. Ihre ambulante VVG kann mehr — aber Obergrenzen und abgedeckte Disziplinen variieren stark je nach Versicherer.

Von Équipe JA Technology ·

Patient mit einem Betreuungsteam
Illustration: Ihr Kündigungsrecht in der Schweiz, einfach erklärt.Photo : Mennonite Church USA Archives · No restrictions

Was die KVG bereits in der Alternativmedizin vergütet

Die KVG vergütet fünf Alternativmedizinen experimentell, nur auf ärztliche Verordnung: Traditionelle Chinesische Medizin, Homöopathie, Phytotherapie, Anthroposophische Medizin und Neuraltherapie.

Voraussetzung: Arzt mit anerkannter Doppelkompetenz (Arzt + Alternativmedizin-Spezialist). Ohne diese Anerkennung keine KVG-Vergütung — auch nicht für Akupunktur. Normaler Selbstbehalt und Franchise gelten.

Was die ambulante VVG bei Alternativmedizin vergütet

Ambulante VVG kann viel mehr abdecken, mit eigenen Obergrenzen (oft 500-2000 CHF/Jahr). Typischerweise abgedeckte Disziplinen: Osteopathie, Chiropraktik, Naturheilkunde, Physiotherapie, Ergotherapie, Psychotherapie, Akupunktur bei Nicht-Arzt, therapeutische Massage.

Jeder VVG-Versicherer hat seine eigene Liste anerkannter Disziplinen und Anforderungen an den Therapeuten. Manche vergüten nur ASCA/RME/EMR-anerkannte Therapeuten. Prüfen Sie die Liste Ihres Versicherers.

Physiotherapie: KVG- und VVG-Vergütung

Physiotherapie: von der KVG bei ärztlicher Verordnung zu 90 % vergütet (Standard-Franchise und Selbstbehalt). Die ambulante VVG kann Franchise und Selbstbehalt sowie Sitzungen ohne Verordnung oder über das Verordnungskontingent hinaus abdecken.

Bei regelmässigem Physiotherapiebedarf (Rücken, Sportrückkehr, chronische Erkrankung) kann KVG + ambulante VVG den Eigenanteil erheblich reduzieren.

VVG-Obergrenzen für Alternativmedizin

Vergütungsobergrenzen variieren stark: Einstieg (200-400 CHF/Jahr), Mittelklasse (500-800 CHF/Jahr), Premiumsegment (1000-2000 CHF/Jahr oder mehr).

Manche Verträge haben separate Enveloppes: z.B. 500 CHF Physiotherapie + 300 CHF Alternativmedizin = 800 CHF total. Andere: eine globale Obergrenze für alle alternativen Therapien. Prüfen Sie, ob die Obergrenze disziplinspezifisch oder global ist.

Richtige VVG für Alternativmedizin wählen

Vergleichskriterien bei Alternativmedizinnutzung: (1) welche Disziplinen gedeckt; (2) jährliche Obergrenze; (3) anerkannte Therapeuten in Ihrer Region; (4) Wartefrist für diese Leistungen.

Bei VVG-Wechsel: vor dem Wechsel prüfen, ob neuer Vertrag Ihre Disziplin und Ihren Therapeuten deckt. Ein bei Versicherer A anerkannter Therapeut ist nicht zwingend bei B anerkannt.

Gut zu wissen

Die KVG vergütet 5 Alternativmedizinen experimentell (TCM, Homöopathie, Akupunktur, Phytotherapie, Anthroposophie). Ihre ambulante VVG kann deutlich mehr vergüten — bis 500-2000 CHF/Jahr je nach Vertrag. Prüfen Sie abgedeckte Disziplinen und anerkannte Therapeuten Ihres Versicherers.

Häufige Fragen

Mein Osteopath sagt, er wird durch die KVG vergütet. Stimmt das?
Nein, nicht direkt. Die KVG vergütet Osteopathie als solche nicht. Manche Osteopathie-Ärzte (Ärzte mit Osteopathie-Spezialisierung) können KVG-vergütete Arztkonsultationen verrechnen — aber Osteopathie durch Nicht-Ärzte wird nicht von der KVG gedeckt.
Mein Akupunkteur ist kein Arzt. Vergütet meine VVG ihn trotzdem?
Hängt vom VVG-Vertrag ab. Manche VVG vergüten Akupunktur bei ASCA/RME/EMR-anerkannten Therapeuten auch ohne Arztdiplom; andere verlangen einen Arzt. Prüfen Sie, ob Ihr Akupunkteur auf der Anerkennungsliste Ihres VVG-Versicherers steht.
Ich habe meine VVG-Obergrenze für Alternativmedizin ausgeschöpft. Kann die KVG den Rest übernehmen?
Nein. KVG und VVG funktionieren unabhängig. Bei ausgeschöpfter VVG-Obergrenze bleiben weitere Leistungen selbst zu tragen, ausser die KVG deckt sie separat (was für die meisten Alternativmedizinen nicht der Fall ist).

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