Kündigungshilfe
Musterbrief zur Kündigung einer Zusatzversicherung (VVG)
Ein klares, datiertes Schreiben genügt, um eine Schweizer Zusatzversicherung zu kündigen. Das gehört hinein – und so erhalten Sie es unterschriftsbereit.
Diese Angaben muss ein VVG-Kündigungsschreiben enthalten
Eine Schweizer Zusatzversicherung untersteht dem Versicherungsvertragsgesetz (VVG), einem privatrechtlichen Bereich, der von der obligatorischen Grundversicherung (KVG) getrennt ist. Damit eine Kündigung gültig ist, muss das Schreiben nicht lang, aber eindeutig sein. Vier Elemente sind unverzichtbar: vollständige Personalien (Name, Vorname, Adresse, Geburtsdatum), die Policen- oder Vertragsnummer gemäss Ihrer Bescheinigung, der klar ausgedrückte Kündigungswille und eine handschriftliche Unterschrift. Ohne Unterschrift kann der Versicherer das Gesuch als unvollständig betrachten.
Nennen Sie genau das Datum, auf das der Vertrag enden soll. Meist ist dies der 31. Dezember, der übliche Jahresablauf der Zusatzversicherungen. Geben Sie auch die betroffene Deckung an, wenn Sie mehrere Produkte beim selben Versicherer haben (Spital, Komplementärmedizin, Zahn): So wird nicht der falsche Vertrag gekündigt.
Brief, Einschreiben oder Portal: welcher Weg
Das VVG schreibt kein einheitliches Format vor, doch der Versandnachweis bleibt Ihr bester Schutz. Ein eingeschriebener Brief liefert ein sicheres Datum und eine Empfangsbestätigung – der sicherste Weg, wenn eine Frist läuft. Manche Versicherer akzeptieren auch das Kundenportal oder E-Mail; bewahren Sie dann die elektronische Bestätigung auf. Rechtlich zählt, dass die Kündigung den Versicherer vor Ablauf der Frist erreicht, nicht der Versandweg.
Datieren Sie das Schreiben auf den tatsächlichen Tag und behalten Sie eine Kopie. Kündigen Sie mehrere Personen des Haushalts, erstellen Sie pro versicherte Person ein eigenes Schreiben.
Stolperfallen, die eine Kündigung ungültig machen
Ein klarer Brief kann aus rein formellen Gründen scheitern. Die erste Falle ist die Adresse: An die falsche Stelle oder eine lokale Agentur gesandt, die keine Kündigungen bearbeitet, kann Ihr Schreiben verloren gehen und die Frist gegen Sie laufen lassen. Prüfen Sie die auf Police oder Abrechnung genannte Kündigungsadresse. Die zweite Falle sind unvollständige Personalien: Ohne Policennummer kann der Versicherer die Anfrage kaum dem richtigen Vertrag zuordnen, gerade wenn mehrere Haushaltsmitglieder gedeckt sind.
Die dritte Falle sind unbezahlte Prämien. Solange Rückstände bestehen, halten manche Versicherer den Austritt zurück; begleichen Sie sie vor dem Versand. Die vierte betrifft die Verwechslung von Grund und Zusatz: Ein Brief ohne Angabe des Bereichs kann dazu führen, dass die falsche Deckung gekündigt wird. Wer das Zusatzprodukt ausdrücklich nennt, vermeidet dieses Missverständnis.
Verlassen Sie sich nie auf einen Telefonanruf zur Kündigung. Ein Gespräch hinterlässt keinen belastbaren Nachweis: Nur ein schriftliches, datiertes und rechtzeitig empfangenes Gesuch zählt. Bewahren Sie stets den Versandnachweis und eine unterschriebene Kopie auf.
In wenigen Minuten ein unterschriftsbereites Schreiben
Statt mit einem leeren Blatt zu beginnen, erzeugen Sie hier ein vollständiges, bereits korrekt strukturiertes Schreiben mit allen Pflichtangaben, abgestimmt auf Ihre Lage (nur Zusatz, Jahresablauf oder besonderer Grund). Sie lesen es gegen, drucken, unterschreiben und senden es. Das Werkzeug verlangt nur die nötigen Angaben und verpflichtet zu nichts: Die Entscheidung liegt bei Ihnen.
★ Gut zu wissen
Prüfen Sie oben auf Ihrer Police, ob «VVG» (Zusatz) oder «KVG» (Grundversicherung) steht: Beide werden nicht nach denselben Regeln und nicht auf dieselben Daten gekündigt.
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Häufige Fragen
Muss die Kündigung zum Ablauf begründet werden?
Muss der Brief handschriftlich sein?
Kann ich die Zusatzversicherung kündigen und die Grundversicherung behalten?
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