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Langer Militärdienst oder Zivilschutz: VVG-Zusatzversicherung sistieren oder kündigen?
Während eines langen Dienstes übernimmt die Militärversicherung bestimmte Behandlungen. So passen Sie Ihre Zusatzversicherung (VVG) an, ohne doppelt für denselben Schutz zu zahlen.
Von Équipe JA Technology ·

Was die Militärversicherung während des Dienstes tatsächlich deckt
Die eidgenössische Militärversicherung übernimmt Behandlungen für Gesundheitsschäden, die während des langen Militärdienstes, der Ausbildung oder eines Zivilschutzeinsatzes auftreten. Sie deckt die Heilbehandlung weitgehend ab, ohne Franchise und ohne Selbstbehalt für Beschwerden, die als dienstbezogen anerkannt sind. Konkret fallen Ihre im Dienst erlittenen Unfälle und Erkrankungen in dieser Zeit unter die MV und nicht unter Ihre übliche Krankenversicherung.
Beachten Sie jedoch den genauen Umfang dieses Schutzes. Die Militärversicherung ersetzt Ihre KVG-Grundversicherung nicht für private Behandlungen ohne Dienstbezug: eine Routinekonsultation, eine zahnärztliche Nachsorge oder eine frühere Behandlung bleiben ausserhalb ihres Bereichs. Genau diese Grauzone rechtfertigt es, Ihre Zusatzverträge zu analysieren, statt blind alles zu sistieren.
KVG, VVG, Militärversicherung: Wer zahlt was?
Die KVG-Grundversicherung ist obligatorisch und lässt sich nie kündigen, auch nicht während eines langen Dienstes. Sie deckt weiterhin die laufende Versorgung ohne Dienstbezug. Sie bleiben somit zur Zahlung Ihrer Grundprämie verpflichtet, mit Ihrer Franchise und dem Selbstbehalt von 10 %, begrenzt auf 700 CHF pro Jahr. Die Militärversicherung greift parallel, ausschliesslich für dienstbezogene Schäden.
### Die Rolle der VVG-Zusätze Ihre Zusatzversicherungen (VVG) unterstehen dem Privatrecht: halbprivates oder privates Zimmer, Alternativmedizin, Behandlungen im Ausland oder Komfortleistungen. Während des Dienstes überschneiden sich einige dieser Leistungen möglicherweise mit dem, was die Militärversicherung bereits übernimmt. Es gilt, diese Überschneidungen genau zu erkennen, um nicht unnötig für einen Schutz zu zahlen, den Sie gar nicht beanspruchen können.
Sistieren, reduzieren oder kündigen: Welche Option wählen?
Die Sistierung ist oft die umsichtigste Lösung. Manche Gesellschaften akzeptieren, einen Zusatzschutz während eines langen Dienstes vorübergehend einzufrieren, wodurch die Prämienzahlung ausgesetzt und Ihre erworbenen Rechte erhalten bleiben. Diese Option ist bei einer langen, aber befristeten Abwesenheit zu bevorzugen, denn sie verhindert den Verlust der Vorbestehensdauer und erspart Ihnen bei der Rückkehr einen neuen Gesundheitsfragebogen.
Reduzieren bedeutet, den Umfang eines Zusatzes zu verringern (etwa von privatem auf halbprivaten Schutz wechseln), um die Prämie dauerhaft zu senken. Die Kündigung ist radikaler und betrifft die Zukunft: Einmal gekündigt, kann ein VVG-Vertrag für die Wiederaufnahme eine erneute Gesundheitsprüfung verlangen, ohne Garantie auf Wiederaufnahme. Behalten Sie sie unnötig gewordenen Leistungen vor, nicht einem blossen Abstecher in die Kaserne.
Fristen, Vorankündigung und konkrete Schritte
Die VVG-Zusätze richten sich nach den im jeweiligen Vertrag vorgesehenen Terminen: Lesen Sie Ihre allgemeinen Bedingungen, um den Verfalltermin und die geltende Frist zu kennen, die oft jener der Grundversicherung entspricht, also eine Kündigungsfrist von einem Monat auf den 31. Dezember. Eine Kündigung muss den Versicherer vor Ablauf der vertraglichen Frist erreichen, idealerweise per Einschreiben, um gültig zu sein.
### Eine Checkliste vor der Unterschrift Fragen Sie zuerst schriftlich bei Ihrem Versicherer nach, ob eine Sistierung möglich ist und unter welchen Bedingungen. Bewahren Sie das Aufgebot als Nachweis auf. Prüfen Sie anschliessend Leistung für Leistung, was die Militärversicherung bereits abdeckt, um nur die Doppelspurigkeiten anzuvisieren. Handeln Sie schliesslich nie unter Zeitdruck: Eine voreilige Kündigung kann an Wiederaufnahmekosten weit mehr kosten als die wenigen eingesparten Prämienmonate.
Doppelversicherung vermeiden, ohne sich zu entblössen
Der richtige Reflex ist, Position für Position abzuwägen, statt alles zu streichen. Eine private Spitalzusatzversicherung ist während des Dienstes möglicherweise doppelt vorhanden, während ein Zusatz für Alternativmedizin oder Auslandbehandlung je nach Ihrer persönlichen und familiären Situation durchaus sinnvoll bleiben kann. Die Optimierung muss individuell bleiben: Was für den einen überflüssig ist, bleibt für den anderen nützlich.
Finanziell besteht das Ziel darin, Überschneidungen zu beseitigen, um die Prämie substanziell zu senken, ohne je eine Deckungslücke zu schaffen. Einen wirklich redundanten Schutz mehrere Monate lang zu sistieren, kann eine beachtliche Ersparnis bedeuten, ausgedrückt als Prozentsatz Ihres Zusatzbudgets. Umgekehrt wäre es ein Scheingewinn, einen schwer wiederzuerlangenden Schutz leichtfertig zu kündigen.
★ Gut zu wissen
Während eines verlängerten Dienstes übernimmt die eidgenössische Militärversicherung (MV) dienstbezogene Behandlungen, was sich teils mit Ihrer VVG überschneidet. Die KVG-Grundversicherung lässt sich nie kündigen. Bevor Sie Zusatzversicherungen anpassen, verlangen Sie schriftlich die Sistierungsbedingungen Ihrer Kasse und prüfen Sie die Kündigungsfrist von einem Monat sowie den Termin Ende November.
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Häufige Fragen
Kann ich meine KVG-Grundversicherung während eines langen Militärdienstes kündigen?
Ist es besser, meine VVG-Zusatzversicherung während des Dienstes zu sistieren oder zu kündigen?
Wie erkenne ich, ob sich meine VVG mit der Militärversicherung überschneidet?
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