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Schwere Krankheit und VVG: Kündigung oder Wechsel — was riskieren Sie?
Bei schwerer Krankheit oder geplantem Eingriff ist eine VVG-Kündigung riskant. Ein neuer Versicherer kann die Aufnahme verweigern oder ärztliche Vorbehalte anbringen.
Von Équipe JA Technology ·

Warum VVG anders ist als KVG bei Krankheit
Die KVG ist universell aufnahmepflichtig. Das gilt nicht für die VVG (Versicherungsvertragsgesetz). VVG-Versicherer als privatrechtliche Unternehmen können: Ihren Antrag ablehnen, ärztliche Vorbehalte für bestimmte Erkrankungen anbringen, Karenzzeiten für spezifische Leistungen festlegen.
Ein ärztlicher Vorbehalt schliesst eine spezifische Erkrankung aus dem Vertrag aus. Haben Sie eine geplante Herzoperation, ist bei Vorbehalt 'Herzerkrankung' damit verbundene Leistungen nicht gedeckt.
Die Falle der Kündigung in kritischer Phase
Kündigen Sie Ihre VVG mit laufender schwerer Erkrankung oder geplantem Eingriff, riskieren Sie: (1) Aufnahmeverweigerung durch den neuen Versicherer, (2) Aufnahme mit Vorbehalt, der geplante Behandlungen ausschliesst, (3) Karenzzeit, die die neue Deckung für Monate inaktiv lässt.
Im schlimmsten Fall sind Sie ohne VVG-Deckung für Ihre wichtigsten Behandlungen — genau die, für die Sie eigentlich Halbprivat- oder Privatdeckung brauchten.
Wann eine Kündigung trotzdem risikolos möglich ist
Sind Sie gesund, ohne geplante Eingriffe oder erhebliche chronische Erkrankungen, ist ein VVG-Wechsel in der Regel ohne Vorbehaltsrisiko möglich.
Wenn Sie trotz Erkrankung wechseln möchten: Holen Sie zuerst eine schriftliche Aufnahmebestätigung ohne Vorbehalt (oder mit klar definierten Vorbehalten) vom neuen Versicherer ein, bevor Sie kündigen. Nie kündigen, bevor die neue Deckung bestätigt ist.
Alternativen zur Gesamtkündigung
Wenn Ihre VVG-Prämie zu hoch ist, Sie aber nicht wechseln können: (1) Leistungsreduktion beim aktuellen Versicherer (von Privat zu Halbprivat), (2) Streichung optionaler ambulanter VVG-Deckungen, (3) flexibler Zahlungsplan.
Ihr aktueller Versicherer kann eine Leistungsreduktion nicht verweigern — es ist Ihr Vertragsrecht. So sinkt die Prämie ohne Kündigungsrisiko.
Sonderfall: Kündigung durch den Versicherer
Ein VVG-Versicherer kann bei Nichtzahlung oder Betrug kündigen. Dabei stellt sich dasselbe Problem: einen neuen Versicherer zu finden, der Sie mit Ihrer Erkrankung aufnimmt.
Bei ungerechtfertigter Kündigung durch den Versicherer: Der Ombudsmann der Privatversicherung kann intervenieren. Bewahren Sie stets eine Kopie Ihrer VVG und Ihrer Versicherungshistorie auf.
★ Gut zu wissen
Kündigen Sie Ihre aktuelle VVG mit bestehender Erkrankung oder geplantem Eingriff, riskieren Sie, keine gleichwertige Deckung zu finden. VVG-Versicherer unterliegen nicht der Aufnahmepflicht der KVG: Sie können Sie ablehnen oder Vorbehalte anbringen. Kündigen Sie nie, bevor Sie eine schriftliche Aufnahmebestätigung ohne Vorbehalt haben.
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Häufige Fragen
Kann mein VVG-Versicherer meinen Vertrag kündigen, weil ich krank geworden bin?
Ich wurde vor 2 Jahren operiert — kann ich jetzt die VVG wechseln?
Kann ich eine VVG abschliessen, wenn ich gerade mit einer chronischen Erkrankung diagnostiziert wurde?
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