Aller au contenu
Aide Résiliation Santé

Blog

Freischaffende Künstler mit unregelmässigem Einkommen: So senken Sie Ihre Prämie ohne Unterversicherung

Verteilte Gagen, einkommensschwache Monate, intensive Spielzeiten: Wenn Ihr Einkommen schwankt, muss Ihre Krankenversicherung mithalten. So passen Sie Franchise, Grundmodell und VVG-Leistungen an und kündigen Überflüssiges zum richtigen Termin.

Von Équipe JA Technology ·

Schweizer-Franken-Banknoten auf einem Tisch
Illustration: Ihr Kündigungsrecht in der Schweiz, einfach erklärt.Photo : Tony Webster · CC BY 2.0

Warum unregelmässiges Einkommen die gesamte Versicherungslogik verändert

Ein freischaffender Künstler verdient nicht jeden Monat dasselbe: Auf eine gut gefüllte Tournee kann ein Quartal ohne Gage folgen. Diese Unregelmässigkeit verbietet die klassische Überlegung «Ich zahle eine feste Prämie und richte mich danach». Die KVG-Prämie fällt jeden Monat an, ob mit Auftrittsvertrag oder ohne. Ziel ist es daher, die strukturelle Monatsbelastung zu senken und gleichzeitig einen ausreichenden Schutz für gesundheitliche Unwägbarkeiten zu behalten.

Es gibt zwei Hauptstellschrauben: die Franchise und das Grundmodell. Eine hohe Franchise senkt die Monatsprämie und entlastet die einkommensschwachen Monate, setzt Sie aber im Krankheitsfall höheren Eigenkosten aus. Eine tiefe Franchise beruhigt, kostet jedoch jeden Monat mehr. Die richtige Antwort hängt von Ihrer Gesundheit, Ihrer Liquidität und Ihrer Fähigkeit ab, eine unerwartete Ausgabe aufzufangen, ohne Ihr Jahresbudget aus dem Gleichgewicht zu bringen.

Die Franchise wählen, wenn die Liquidität schwankt

Das Bundesgesetz legt sechs Franchisestufen für Erwachsene fest: 300, 500, 1000, 1500, 2000 und 2500 CHF. Je höher die Franchise, desto tiefer die Monatsprämie, manchmal deutlich. Für einen selten kranken Künstler mit einem Notgroschen kann die maximale Franchise von 2500 CHF die Monatsbelastung spürbar senken und so den Aufwand über die einkommenslosen Monate glätten.

### Der Test der verfügbaren Reserve Eine hohe Franchise ist nur sinnvoll, wenn Sie den Betrag im Krankheitsfall tatsächlich vorstrecken können. Fragen Sie sich: «Könnte ich morgen 2500 CHF an Kosten bezahlen, ohne auf eine Behandlung zu verzichten?» Lautet die Antwort nein, schützt eine mittlere Franchise (1000 oder 1500 CHF) besser. Nach der Franchise zahlen Sie zusätzlich einen Selbstbehalt von 10 Prozent, begrenzt auf 700 CHF pro Jahr für Erwachsene: Diese Obergrenze deckelt Ihr maximales Jahresrisiko.

Alternative Grundmodelle: eine oft unterschätzte Ersparnis

Neben dem freien Modell (freie Arztwahl) bieten die Kassen alternative Modelle an, die im Gegenzug für einen gelenkten Behandlungspfad die Prämie senken. Das Hausarztmodell, das HMO-Modell (Gesundheitszentrum), Telmed (Anruf bei einer Beratungsstelle vor jeder Konsultation) oder Apothekenmodelle bieten in der Regel eine Prämienreduktion, teils erheblich, ohne den Umfang der gesetzlich vergüteten Leistungen anzutasten.

Für einen Künstler vereinen diese Modelle zwei Vorteile: Sie senken die feste Prämie und passen zu einem mobilen Lebensstil, da Telmed und Telekonsultation überall funktionieren, auch auf Tournee. Prüfen Sie nur, ob das Modell mit Ihren Reisen und mit der Erreichbarkeit eines Referenzarztes in Ihrer Region vereinbar bleibt. Ein alternatives Modell mit einer an Ihre Gesundheit angepassten Franchise zu kombinieren, ist oft die Gewinnerkombination für schwankende Budgets.

VVG-Leistungen: Nützliches von Überflüssigem unterscheiden

Die Zusatzversicherung (VVG) ist freiwillig und wird von den Versicherern frei gestaltet: Sie deckt etwa Alternativmedizin, Zahnbehandlungen, ein halbprivates oder privates Zimmer, Brillen oder Sport und Prävention. Für einen Künstler können einzelne Leistungen wirklich nützlich sein: Transport und Rückführung aus dem Ausland während Tourneen oder ein Krankentaggeld bei Arbeitsunfähigkeit, da ein längerer Ausfall sämtliche Einkünfte unterbrechen kann.

### Ehrlich aussortieren Die Falle besteht darin, vor Jahren abgeschlossene und nie genutzte Optionen anzuhäufen. Listen Sie jede Leistung, ihre Jahresprämie und ihre tatsächliche Nutzung der letzten drei Jahre auf. Hat eine teure Deckung «Privatzimmer» Sinn, wenn Sie sie nie aktiviert haben? Behalten Sie, was Ihrer realen Exponiertheit entspricht (Reisen, Einkommensausfall), und erwägen Sie, den Rest zu kündigen – im Bewusstsein, dass eine gekündigte VVG später mit einem neuen Gesundheitsfragebogen schwer wieder aufzunehmen sein kann.

Zum richtigen Zeitpunkt kündigen: Termine und Verfahren

Für die KVG-Grundversicherung gilt eine Kündigungsfrist von einem Monat, und der Termin liegt Ende November, mit Wirkung auf den 1. Januar des Folgejahres, sofern Ihre Prämien bezahlt sind. Ein Wechsel von Kasse, Franchise oder Modell für das kommende Jahr muss also vor dem 30. November entschieden werden. Die Kündigung erfolgt schriftlich; bewahren Sie einen Versandnachweis auf.

Für die Zusatzversicherung VVG hängen die Regeln vom Vertrag ab: Laufzeit, Kündigungsfrist und Ablaufdatum stehen in Ihren allgemeinen Bedingungen und können von denen der KVG abweichen. Lesen Sie diese vor jedem Schritt aufmerksam. Kündigen Sie eine nützliche VVG nie, ohne die Annahme einer neuen Deckung bestätigt zu haben, denn der Versicherer kann je nach Gesundheitszustand ablehnen oder Vorbehalte anbringen. Planen Sie mehrere Wochen Vorlauf ein, um Deckungslücken zu vermeiden.

Gut zu wissen

Die Grundversicherung (KVG) ist obligatorisch und überall gleich: Nur Kasse, Franchise und Modell beeinflussen die Prämie. Die Zusatzversicherung (VVG) ist freiwillig und je nach Vertrag kündbar. Bei schwankendem Einkommen geht es darum, zwischen hoher Franchise (tiefere Prämie) und dem Risiko höherer Eigenkosten im Krankheitsfall abzuwägen. Entscheiden Sie vor dem 30. November.

Häufige Fragen

Lohnt sich eine hohe Franchise immer für einen Künstler mit unregelmässigem Einkommen?
Nein. Eine hohe Franchise senkt die Monatsprämie und hilft in einkommensschwachen Monaten, doch Sie müssen im Krankheitsfall bis zu 2500 CHF vorstrecken können, plus einen Selbstbehalt von 10 Prozent, begrenzt auf 700 CHF pro Jahr. Sie lohnt sich, wenn Sie selten krank sind und eine Reserve haben. Sonst schützt eine mittlere Franchise Ihre schwankende Liquidität besser.
Kann ich überflüssige VVG-Optionen gleichzeitig mit der Änderung meiner KVG-Franchise kündigen?
Nicht zwingend zu denselben Terminen. Franchise und KVG-Modell ändern sich auf den 1. Januar mit einer Frist von einem Monat, also vor Ende November. Die VVG-Zusatzversicherung folgt den Terminen ihres eigenen Vertrags, die in Ihren allgemeinen Bedingungen stehen. Prüfen Sie jedes Datum einzeln und bewahren Sie einen schriftlichen Nachweis jeder gesendeten Kündigung auf.
Welche VVG-Leistungen sind auf Tournee wirklich nützlich?
Für einen mobilen Künstler sind die Deckung Transport und Rückführung aus dem Ausland sowie das Krankentaggeld bei Arbeitsunfähigkeit oft am relevantesten, da ein längerer Ausfall sämtliche Einkünfte unterbrechen kann. Optionen wie ein nie genutztes Privatzimmer belasten dagegen das Budget ohne konkreten Nutzen. Passen Sie Ihre Deckung an Ihre reale Exponiertheit an.

Meinen Brief erhalten

Um Ihren Brief zu erstellen

Hinterlassen Sie Ihre Kontaktdaten: Sie schalten den Brief als PDF frei und ein zugelassener Berater kann Sie zum Vergleichen zurückrufen.

  • FINMA-zugelassener Broker F01104644
  • Daten in der Schweiz gehostet
  • 100 % kostenlos
  • Unverbindlich

Nummer erforderlich, damit unser FINMA-Partnerbroker Sie zurückrufen kann.

Kündigungsfrist Grundversicherung

TageStd.Min.

Kündigung bis 30. November eingegangen, Wirkung ab 1. Januar.

Ihre Daten sind in guten Händen

Unser Partnerbroker ist bei der FINMA registriert. Ihre Daten werden an unseren unabhängigen, von der FINMA zugelassenen Schweizer Partnerbroker übermittelt (Nr. F01104644.

  • Daten in der Schweiz gespeichert, verschlüsselt mit TLS 1.3 + AES-256.
  • Konform mit dem revidierten DSG. Kein Weiterverkauf an nicht autorisierte Dritte.
  • Persönlicher PDF-Vergleich innert 24 Arbeitsstunden.